Zwei Handballteams des
Bonhoeffer-Gymnasiums spielen um den deutschen Titel
OBERASBACH -
Berlin, Berlin, Berlin, Berlin — zwei
Handball-Schulhausmannschaften des Oberasbacher Dietrich-Bonhoeffer-
Gymnasiums fahren zur deutschen Meisterschaft nach Berlin. Wir sprachen
mit den beiden Spielführerinnen Sarah Pröpster (16)
und Laura Brockschmidt (13) über die Rolle des HC Cadolzburg
und eine mögliche Kabinenansprache.
Zwei, die den Handball
gut im Griff haben: Sarah Pröbster (l.) und Laura
Brockschmidt, die Spielführerinnen der erfolgreichen
„Bonhoeffer-Teams“.
Foto: ts
Was hätten denn Bundestrainer
Heiner Brand und seine Nationalmannschaft bei der WM besser machen
können?
Sarah Pröpster:
Die Abstimmung unter den Teammitgliedern hat einfach nicht gestimmt.
Laura Brockschmidt: Außerdem
wäre es gut gewesen, wenn sie ruhiger gespielt
hätten. Es gab zu viele Einzelaktionen.
In Euren Mannschaften läuft es dagegen rund,
Ihr habt sogar jeweils die bayerische Meisterschaft geholt. Wie
schwierig war der Weg bis dorthin?
Brockschmidt: Es gab
teilweise schon schwere Gegner. Zum Beispiel die
Bertolt-Brecht-Gesamtschule aus Nürnberg mit ihrer
Damenauswahl. Im Großen und Ganzen haben wir uns aber relativ
leicht getan.
Pröpster: Heuer war es
deutlich einfacher, weil wir der ältere Jahrgang sind.
(Anmerkung der Redaktion: bei Schulmeisterschaften spielen immer zwei
Jahrgänge in einer Altersklasse) In den letzten Jahren hatten
wir dagegen weniger Glück.
Woran seid Ihr bisher immer gescheitert?
Pröpster: Im
Vorjahr waren wir die Jüngeren und personell nicht so gut
besetzt. Im bayerischen Finale kam dann noch Pech dazu, weil wir nur
mit zwei Toren Unterschied verloren haben.
Brockschmidt: In meiner Mannschaft
war es ähnlich. Bisher sind wir schon zweimal im Halbfinale
der bayerischen Meisterschaft gescheitert — beide Male erst
im Siebenmeterschießen.
Dieses Jahr seid Ihr dagegen mit lauter
Vereinsspielerinnen hervorragend aufgestellt. Wie viel HC Cadolzburg
steckt in der Schulauswahl?
Pröpster: Zirka
die Hälfte kommt wie wir vom HC, also sind wir sehr gut
eingespielt. Aber mit dem Rest verstehen wir uns auch blendend, wir
spielen ja schon ein paar Jahre zusammen.
Dann ist man beim HC sicher sehr stolz auf euch.
Brockschmidt: Ja! Bei den
Schulturnieren fiebert der ganze Verein mit. Auf der letzten
Meisterschaft war sogar die komplette Vorstandschaft und hat uns die
Daumen gedrückt.
Wie stehen die Chancen, die deutsche Meisterschaft ans
Dietrich- Bonhoeffer-Gymnasium zu holen?
Pröpster: Eher
schlecht, wir gehören dort sicher nicht zu den Favoriten.
Besonders die Schule aus Leipzig ist sehr stark, weil die Spielerinnen
dort alle aus einem sehr guten Verein kommen, bei dem die Erwachsenen
sogar in der Champions League spielen. Aber mit ein bisschen
Losglück ist die Gruppenphase auf jeden Fall machbar.
Was sagt Ihr Euren Kameradinnen, bevor es in Berlin zum
ersten Mal aufs Feld geht?
Brockschmidt: Geht in die
Sache mit Spaß rein und macht Euch keinen Druck, es erwartet
keiner was. Irgendwie so was in der Art (lacht).
Interview
aus den Fürther-Nachrichten vom 03.03.2010